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Children First







    Der jüngste Besuch von Catherine, Princess of Wales, in Reggio Emilia hat meine Aufmerksamkeit geweckt. Da wir beide eine Schule besucht haben, in der Kreativität und die Künste einen hohen Stellenwert hatten, habe ich mich besonders über ihre Gedanken zur wegweisenden Arbeit des Malaguzzi-Zentrums gefreut. Dort schaffen Bildungsräume ein Umfeld, das Kreativität, Beziehungen und das menschliche Potenzial fördert.

    „Ich habe selbst erlebt, wie Natur und Kreativität Beziehungen in den Mittelpunkt der Welt der Kinder stellen können […]. Unsere Aufgabe in der frühen Kindheit besteht darin, jene Verbindungen zu schützen und zu fördern, die die Grundlage für lebenslanges Wohlbefinden bilden.“— Catherine, Princess of Wales

    Mein Besuch im Malaguzzi-Zentrum

    Vor sechs Jahren hatte ich selbst die Gelegenheit, Reggio Emilia zu besuchen. Ich begegnete dort einer Bildungsphilosophie, die eng mit einer gelebten Kultur des Lernens verbunden ist. Besonders beeindruckt hat mich der große Respekt gegenüber Kindern, der sich in jeder Entscheidung widerspiegelte – von sorgfältig ausgewählten Kunstmaterialien über inspirierende Lernumgebungen bis hin zu Künstlerinnen und Künstlern, die gemeinsam mit Pädagoginnen und Pädagogen arbeiteten.

    Warum der Reggio-Emilia-Ansatz so besonders ist

    Der Reggio-Emilia-Ansatz hat sich in den vergangenen Jahrzehnten kontinuierlich weiterentwickelt und einen bedeutenden Beitrag zum Verständnis der frühkindlichen Entwicklung geleistet. Im Mittelpunkt steht die Überzeugung, dass Kinder kompetente, kreative und ausdrucksstarke Persönlichkeiten sind.

    Die Lernumgebung wird dabei zum „dritten Pädagogen“. Licht, Räume und Materialien fördern Entdeckungsfreude und eigenständiges Denken. Ebenso wichtig sind Gespräche, Beziehungen und gemeinsames Lernen. Kinder werden nicht als passive Lernende betrachtet, sondern als aktive Mitgestalter ihres eigenen Bildungswegs.

    Besonders eindrucksvoll war für mich zu sehen, wie bewusst Lernräume geschaffen wurden, in denen Kinder Fragen stellen, gemeinsam Lösungen entwickeln und sich auf vielfältige Weise ausdrücken konnten. Lernen wurde nicht beschleunigt, sondern durfte sich in seinem eigenen Tempo entfalten. Kindheit wurde mit großer Wertschätzung und Ernsthaftigkeit begleitet – nicht als starres Modell zum Kopieren, sondern als Inspiration dafür, wie wichtig emotionale Sicherheit und Beziehungen für erfolgreiches Lernen sind.

    Der Reggio-Emilia-Ansatz bei Children First Zürich

    Bei Children First Zürich integrieren wir die besten internationalen Bildungsansätze durch Besuche innovativer Schulen sowie kontinuierliche Fortbildung unseres Teams. Bewährte pädagogische Konzepte und aktuelle wissenschaftliche Erkenntnisse fließen in unsere tägliche Arbeit mit den Kindern ein.

    Seit 2024 ist der Reggio-Emilia-Ansatz ein fester Bestandteil unseres pädagogischen Konzepts. Unsere wöchentlichen Kunstateliers unter der Leitung von Bianca Gasparro von KidsAtelier fördern Kreativität, Neugier und selbstständiges Denken. Wir freuen uns darauf, diese Arbeit in unserem neuen, nach den Prinzipien von Reggio Emilia gestalteten Bildungszentrum an der Bellerivestrasse 203 in Zürich weiterzuführen.

    Blick in die Zukunft

    Der Reggio-Emilia-Ansatz erinnert uns daran, dass Bildung mit menschlicher Verbundenheit beginnt. Die ersten Lebensjahre legen den Grundstein für Selbstvertrauen, Kreativität und lebenslange Freude am Lernen. Als Pädagoginnen und Pädagogen erleben wir täglich, wie entscheidend diese frühen Erfahrungen für die Entwicklung des kindlichen Gehirns sind.

    Während Children First Zürich ein neues Kapitel beginnt, werden diese Werte auch weiterhin unser Handeln prägen. Unser Ziel ist es, Lernumgebungen zu schaffen, in denen Kinder sich akademisch, sozial und emotional entfalten können.

    Monica Shah Zeeman
    Gründerin von Children First Zürich

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